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Spis treści

      Jan KochanowskiThrenodienThrenodie XVIIItłum. Spiridion Wukadinović

      Wir, Herre, Deine unfolgsamen Kinder
      Gedenken Deiner minder
      In unsres Glückes Zeiten
      Und lassen nur von eitler Lust uns leiten.
      Sehn nicht, dass Deine Gnad es uns verliehen,
      Und schnell wirds auch entfliehen,
      Wenn wir nur Undank haben,
      O Herr, für Deine wohlgeneigten Gaben.
      Halt uns im Zaum, dass uns nicht üppig mache
      Die Erdenlust, die flache;
      Dass wir Dir Ehre zollen —
      In Strafe, wenn wir nicht in Liebe wollen.
      Doch mit des Vaters Maße straf uns Schlimme,
      Denn wir vor Deinem Grimme
      Taun wie das Schneegefilde,
      Wenn es die Himmelssonne wärmt, die milde.
      Schnell stößt Du uns ins Elend, ew’ger Herre,
      Wenn Deine Hand, die schwere,
      Auf uns will niedergleiten,
      Schon Deine Ungnad muss uns Qual bereiten.
      Doch ewig bleibt Dein Mitleid rühmlich stehen,
      Eh wird die Welt vergehen,
      Eh Du dem Demutvollen,
      War er auch lang abtrünnig, wolltest grollen.
      Du siehst vor Deinem Richterthron mich Armen,
      Doch lässt Dein Allerbarmen,
      Den Zorn sich nicht entfalten:
      Lass heut, Herr, über mich Dein Mitleid walten!
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