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47 footnotes found

alter Ungarwein —Alter Ungarwein war von jeher ein Lieblingsgetränk der Polen. Czaykowski erzählt, selbst Flaschen solchen Weines gesehen zu haben, die über 150 Jahr alt, ganz mit Moos bewachsen waren und eine viereckige Gestalt angenommen hatten. [przypis tłumacza]

Berauschen — Der Ausdruck der Verzückung, welcher nur vielleicht darum in einem schönen Antlitz so hinreißend erscheint, weil er noch etwas schöneres ahnen läßt, ist über jede Beschreibung, die den Reiz des Sich-selbst-Vergessens fixieren wollte, erhaben, u. nur der Pinsel eines Raphael hat es vermocht ihn im Bilde der h. Cäcilia mit all jenem Zauber festzubannen, wie ihn wohl Niemand, außer in der Phantasie, erschaut hat. Auf diesem Gemälde ist die h. Cäcilia, welche die Musik über alles liebte, umgeben von musikalischen Instrumenten in dem Momente dargestellt, da die fernen Klänge der Harmonie der Sphären zu ihr gelangen, und es gebricht an Worten, welche dem Gefühl, von dem ihre ganze Gestalt ergriffen ist, zu entsprechen vermöchten. Es scheint, als ob ihre Seele auseinander- und wieder zusammenfließe bei jedem dieser süßen Töne, während die anmutigste Bescheidenheit störend mit dem Gedanken dazwischentritt, sie sei solch eines unnennbaren Glückes nicht wert, und inmitten der Seeligkeit, wie sie ihr Herz noch nicht gekannt, sich die Trauer einschleicht, daß die Freude an irdischer Musik nun für sie nicht mehr vorhanden sei. In der ganzen Komposition des Bildes herrscht die größte Einfachheit, ja, das Gesicht der Cäcilia ist sogar weniger schön, als die Frauengesichter aus anderen Bildern dieses Malers, nur der Gedanke des Genius leuchtet seit Jahrhunderten von dieser kostbaren Leinwand und fesselt mit unbeschreiblichem Reize an sich. Dieses Gemälde befindet sich in Bologna und wird von Kennern in die Reihe der berühmtesten von Raphael gesetzt; was aber seinen Ausdruck anbelangt, so ist es, auch nach meiner Ansicht, das schönste, das die Malerei hervorgebracht hat. (Malczewski) — Vergl. Goethe, Ital. Reise. Bologna.) [przypis tłumacza]

bodiaki od. budiaki — eine Art Disteln, bedecken ungeheure Strecken der Ukraine. Sie blühen dunkel-rosarot. [przypis tłumacza]

czapka — die gewöhnliche Kopfbedeckung des Kosaken. Sie galt zugleich als Abzeichen (s. V. 387–8) [przypis tłumacza]

Czernomorer — Die czernomorischen oder czernomorslischen, d. i. Schwarzmeer-Kosaken hielten sich sonst an den Wasserfällen des Dniepr auf, bewohnen jetzt die Kubanische Steppe und dienen gegen die Czerkessen. [przypis tłumacza]

Flut — Ich habe das Bild in der Übersetzung teils ergänzt, weil es sonst nicht verständlich wäre, teils gemildert, um den im Originaltext damit verbundenen widrigen Nebenbegriff zu beseitigen. [przypis tłumacza]

Freiheit — Kosak bezeichnet in Klein-Rußland eigentlich jeden Freigebornen, der nicht zum Adel gehört, und dieser Stand ist noch heutigen Tages im Gegensatz zum Moskowiterlande unter den Kleinrussen zahlreich vertreten. Während der Polenherrschaft, die besonders durch religiösen Druck sich verhaßt machte, verließen viele Kosaken die Heimat und gründeten in den Steppen zahlreiche kleine Freistaaten, an deren Spitze ein Hetmann stand. (Kohl.) Kosak bezeichnet in Klein-Rußland eigentlich jeden Freigebornen, der nicht zum Adel gehört, und dieser Stand ist noch heutigen Tages im Gegensatz zum Moskowiterlande unter den Kleinrussen zahlreich vertreten. Während der Polenherrschaft, die besonders durch religiösen Druck sich verhaßt machte, verließen viele Kosaken die Heimat und gründeten in den Steppen zahlreiche kleine Freistaaten, an deren Spitze ein Hetmann stand. (Kohl.) [przypis tłumacza]

gąsior — eigentl. eine große, bauchige, lederne Flasche. [przypis tłumacza]

Grabhügel. — Dieselben, mogiły, Kurgane, sind von der Donau an durch die weiten Steppen bis nach China verbreitet. Sie bilden die Grabstätten der früheren nomadischen Bewohner des Landes und zeichnen sich durch die große Regelmäßigkeit ihrer Kegelform ans. Die Basis eines solchen Mongolenhügels, wie er auch genannt wird, bildet einen Kreis von 180 Schritt, die Höhe beträgt 18 Fuß. Czaykowski sagt, daß die feindlichen Tatarenhorden auch solche Hügel am Wege aufzuwerfen pflegten, um bei der Rückkehr durch die endlose Steppe sichere Merkzeichen zu haben. [przypis tłumacza]

Granit — Süd-Rußland ruht zum größten Teil auf der mächtigen Granitplatte, welche das schwarze Meer umgürtet. Dieselbe zwingt den Dniepr und Bug (Boh), sich eine Strecke weit an ihrem Rande zu halten und drängt ihnen immer neue Riffe entgegen. Auf diese Weise entstehen die berühmten Wasserfälle (Porogen), deren der Dniepr sieben zählt. — Naturschilderung (V. 39 u. 41) und Erzählung (V. 40 u. 42) laufen parallel neben einander fort ohne gegenseitige Beziehung. [przypis tłumacza]

Jar — Regenschlucht, Hohlweg, siehe Anmerkung zu V. 157. [przypis tłumacza]

Johann Kochanowski — studierte zu Padua und kehrte, nachdem er die mittäglichen Länder von Europa besucht hatte, mit einem Schatze von Kenntnissen bereichert, in sein Vaterland zurück. Hier widmete er sich in ländlicher Muße der Dichtkunst. Er starb 1584. Er gilt allgemein als Vater der polnischen Poesie. [przypis tłumacza]

Julian Ursyn Niemcewicz — einer der ausgezeichnetsten polnischen Gelehrten und Staatsmänner, geboren 1757 zu Skoki in Litauen, diente anfangs im litauischen Heere, das er im J. 1788 mit dem Range eines Majors verließ, und wurde zum Landboten für den Reichstag v. J. 1788-92 gewählt. Bei dieser Gelegenheit redigirte er die Gazeta narodowa. Die Anhänger Rußlands erwirkten seine Verbannung, aus der ihn die Insurrection von 1794 zurückrief. Er wurde Adjutant des Kościuszko und kam mit diesem nach der Schlacht von Maciejowice in die russische Gefangenschaft nach Petersburg, wo ihm Kaiser Paul die Freiheit wiedergab. Er ging nun mit Kościuszko nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, lebte dort in dem Hause Washingtons und heiratete eine Amerikanerin. 1807 kehrte er nach Polen zurück, wurde da Senatssekretär und Castellan, beschäftigte sich aber meist mit den Wissenschaften. Im J. 1830 war er Mitglied des Administrationsrates, und als die Insurrection unglücklich endete, ging er nach Paris. Auch hier war er literarisch tätig. Er starb daselbst am 21. Mai 1841 und wurde in dem Dorfe Montmorenci neben dem General Knieczewicz begraben. — Er schrieb viele ausgezeichnete Werke, die gesammelt in 12 Bänden (Leipzig 1840) erschienen sind. [przypis tłumacza]

Klagelied — Die Kosaken haben eine ungemeine Vorliebe für Gesang; berühmt sind ihre dumki, Klagelieder, die mit ihren Mollklängen das Herz erweichen. [przypis tłumacza]

Kohl — schreibt über die Ukraine: «Das ist in der Tat ein prächtiges Land! Reich bewässert, von schwarzer, tiefer und fetter Ackerkrume überzogen, trägt es die ergiebigsten Ackerfelder, die blumenreichsten Wiesen und die schönsten Laubwälder, in denen ehrwürdige Eichen mit Ulmen, besonders aber mit wilden Apfelbäumen abwechseln. Die Dörfer selbst liegen in einem dichten Kirschgebüsch. An und für sich eben und der Steppe ähnlich, erhält die Ukraine durch die zahlreichen fließenden Gewässer, die sich in dem tiefen Boden breite und unregelmäßige Betten gewühlt haben, das Ansehen eines mannigfach wechselnden Hügellandes.« [przypis tłumacza]

kołpak — eine hohe Mütze,/ wie die der Haiduken und Husaren. [przypis tłumacza]

Kronschwertträger — Hohe Beamte, welche den Fürsten das Reichsschwert vortrugen. [przypis tłumacza]

Lebensmächte — In der Posener Ausgabe steht władza, Macht, während in der neuesten von Turowski in der Poln. Bibliothek v. J. 1855 es wiedza, Wissen, Bewußtsein heißt. [przypis tłumacza]

Maria — Es dürfte für die Leser in manchem Betracht wünschenswert sein, die geschichtliche Tatsache, die gegenwärtiger Erzählung zu Grunde liegt, kennen zu lernen. Schon als stoffliche Unterlage eines Gedichtes, das der Pole zu den schönsten Zierden seiner Literatur zählt, wird die Kenntnis derselben für Alle von Interesse sein, welche das gestaltende und schaffende Talent des Dichters beurteilen wollen. Um hiebei einen falschen Standpunkt von vornherein abzuweisen, bemerke ich nur, daß Malczewski sowohl den Schauplatz, als auch die Zeit der Handlung, und zwar letztere wohl mindestens um ein Jahrhundert zurück, verlegt hat. Er bemächtigte sich der Erzählung von dem tragischen Schicksal der Gertruda Komorowska, wie sie im ganzen Polenland von Mund zu Mund ging und wie er sie als Knabe oft gehört hatte, mit dichterischer Freiheit und gestaltete sie nach seiner Intention zu dem um, was sie geworden. Sodann läßt uns die nackte Tatsache, an und für sich betrachtet, einen Blick in die damaligen Verhältnisse Polens tun, wenn auch jeder Verständige die Gräueltaten Einzelner nicht zu Merkmalen der ganzen Nation stempeln wird. Jch teile demnach die wahre Begebenheit, wie ich dieselbe den Klage-Acten des Grafen Komorowski gegen den Grafen Potocki (s. A. Malczewski, jego żywot i pisma, wydał A. Bielowski, Lwów 1843) entnommen habe, in Folgendem mit. Graf Jakob Komorowski, Castellan [Castellan, ursprünglich Festungskommandant, mit denselben Rechten, wie die Wojwoden; später bloßer Titel. — Starost: Schloßamtmann, Aufseher der königlichen Schlösser, mit richterlicher Gewalt. — Wojwode: Feldherr und Statthalter der einzelnen Landschaften.] von Santok, Starost von Nowesiolo, hatte eine Tochter, Gräfin Gertruda Komorowska, die, mit großer Sorgfalt erzogen, als aufblühende Jungfrau mit allen ihrem hohen Stande angemessenen Eigenschaften in seltenem Maße ausgerüstet erschien. Nachbarliche jahrelange Freundschaft mit dem Hause des Grafen Franz Potocki, Wojwoden von Kiew, gab dem Sohne des letztern, Grafen Stanislaus Potocki, Starosten von Belz, Gelegenheit, Gertruda näher kennen zu lernen. Beide entbrannten für einander in heftiger Liebe, und der junge Graf hielt bald förmlich um die Hand der Auserwählten an. Graf Komorowski lehnte zwar seine Bewerbung nicht ab, ersuchte ihn aber zunächst seine Eltern von der getroffenen Wahl zu verständigen. Stanislaus tat dies nicht; im Gegenteil, er erklärte mit Entschiedenheit, daß er bei aller Pietät gegen seine Eltern gerade in dieser Angelegenheit ganz allein seiner Neigung, seinem freien Entschlusse folgen werde, versicherte aber zugleich auf das bündigste, daß aus diesem Schritte weder für ihn, noch für die Familie Komorowski irgendwelches Unheil erwachsen solle. Graf Komorowski, der den finstern hochmütigen Charakter des Wojwoden von Kiew kannte, zog indes das Verhältnis absichtlich in die Länge, teils um die Standhaftigkeit der Liebenden zu prüfen, teils um sich die Gewißheit zu verschaffen, ob der Wojwode die Absicht seines Sohnes kenne und seine Wahl billige. Vermittelnde Schritte zu tun, um ein Verständnis anzubahnen, fand er sich um so weniger veranlaßt, als seine Tochter dem jungen Grafen vollkommen ebenbürtig war. Unmerklich trat zwischen beiden Familen eine Spannung ein, ja, der freundschaftliche Verkehr wurde endlich geradezu abgebrochen. So verging ein halbes Jahr: die Liebe bestand die Feuerprobe der Geduld, und da Graf Komorowski während der Zeit die verbürgtesten Nachrichten erhalten hatte, daß der Wojwode vom Stand der Dinge genaue Kunde, eine Abneigung gegen die beabsichtigte Verbindung aber nicht gezeigt habe, so gab er endlich den Bitten der Liebenden nach, die Verlobung fand am 28. Dezember d. J. 1770 statt und nach einigen Wochen wurde die feierliche, öffentliche Trauung vollzogen. So gemessen und ehrenwert das Verhalten des Grafen Komorowski in der ganzen Sache auch gewesen, so unheilschwanger war doch dieser letzte Schritt für ihn und seine Tochter. Kaum hatte nämlich der Wojwode die wirklich erfolgte Vermählung seines Sohnes in Erfahrung gebracht, als er wider alles Erwarten in den heftigsten Zorn geriet und diesen an seinem Sohne sowohl wie an dessen Freunden ausließ. Um aber den Plan, welchen die Rache ihm eingegeben, nicht zu verraten, änderte der hochmütige Schlaukopf sofort sein Betragen, er nahm die Miene des Versöhnten an und gab sich alle Mühe, seinen Sohn über das Vorgefallene zu beruhigen. Um jedem Verdacht vorzubeugen, zeigte er dem Grafen Stanislaus, der übrigens wie ein Gefangener gehalten wurde, einen eigenhändigen Brief, in welchem er die Familie des Castellans zu sich lud, und befahl ihm zugleich einen ähnlichen Brief an seine Frau zu schreiben, mit der dringenden Bitte zu ihm zu kommen. Darauf schickte er einen seiner Hofdiener, Namens Wilczek, in einem sechsspännigen Wagen mit dem Briefe des jungen Grafen ab. Der Castellan, insgeheim durch seinen Schwiegersohn gewarnt, schöpfte aber Verdacht und hielt seine Tochter zurück. Da auf diese Art dem Wojwoden der listige Plan, seine Schwiegertochter in eine Falle zu locken, mißlungen war, so entsandte er einen zweiten Boten mit dem andern von seiner eignen Hand geschriebenen Briefe, worin er den Castellan sammt Familie auf das freundlichste ersuchte, die letzten Faschingstage bei ihm zuzubringen. (Damit beginnt unsere Erzählung. In Nr. 1, 2 und 3 wird der Ritt des Kosaken durch die Steppe, in Nr. 13 die Ankunft desselben und in Nr. 14 die Wirkung seiner Botschaft geschildert.) Nun erst entschloß sich der Castellan der Einladung Folge zu leisten, und er tat es um so lieber, als er zuversichtlich hoffte, seine freundschaftliche Zuvorkommenheit und die mündliche Auseinandersetzung seines bisherigen Verhaltens werde auch den heftigsten Zorn besänftigen. Nachdem er nämlich zuvor seine kranke Frau auf sein Gut Nowesiolo bei Lemberg begleitet, hatte er sich auf den Weg zum Wojwoden gemacht, gleichzeitig aber einen seiner Hofdiener vorausgeschickt um sich anmelden zu lassen. Dieser, kaum zu Christianopol, dem damaligen Anfenthaltsorte des Wojwoden angekommen, wurde von dessen Dienern überfallen; es gelang ihm jedoch zu entkommen, und er kehrte eiligst zurück, seinem Herrn das Geschehene mitzuteilen. Daraufhin hielt der Castellan es nicht für geraten seinen Weg fortzusetzen, sondern kam nach Nowesiolo zu seiner Familie zurück. Am zweiten Tage nach seiner Rückkehr — es war am 13. Februar 1771 Abends 10 Uhr — überfiel ein Haufe bewaffneter Männer sein Haus, überwältigte die Wache und umzingelte seine Wohnung derart, daß kein Weg zur Flucht übrigblieb. Einige von ihnen, die sich vermummt und ihre Gesichter geschwärzt hatten, stürzten mit durchdringendem Geschrei ins Schlafgemach, wo der Castellan mit Frau und Tochter am Tische saß, und schossen ihre Gewehre auf die Anwesenden ab, trafen jedoch niemand. Hierauf bemächtigten sie sich gewaltsam Gertrudas, schleppten sie hinaus, luden sie auf einen Schlitten und fuhren in größter Eile davon, ohne von den nachsetzenden Verfolgern eingeholt zu werden. Kurz darauf gab der junge Graf vor einem Geistlichen die Erklärung ab, daß er den ehelichen Bund mit Gertrude zu lösen wünsche und um Scheidung bitte. Unterdessen lebte Graf Komorowski in der größten Besorgnis um seine Tochter, da alle Nachforschungen nach ihr vergebens waren, bis endlich die grauenvolle Gewißheit sich herausstellte, daß Gertruda das Opfer der Rache des Wojwoden geworden sei. Jene Sendlinge hatten ihr den Mund so fest zugeknebelt, daß sie erstickte, worauf sie den Leichnam in der Gegend von Jastrzębica in einen Arm des Bug warfen. [przypis tłumacza]

Musik — Die Kosaken haben wie die Zigeuner eine hervorstechende Neigung und ein eigentümlich ausgeprägtes Talent für Instrumental-Musik. Wie in Thüringen versteht auch an den Ufern des mittlern Dniepr jeder Bauer Musik, und die Geige ist in aller Händen. (Kohl.) [przypis tłumacza]

ragt — eigentl. brennt. Nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche wird dem Sterbenden eine brennende geweihte Kerze in die Hand gegeben, die, sobald das Leben ausgehaucht worden, verlöscht wird. eigentl. brennt. Nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche wird dem Sterbenden eine brennende geweihte Kerze in die Hand gegeben, die, sobald das Leben ausgehaucht worden, verlöscht wird. [przypis tłumacza]

ranken — Die ukrainische Landschaft ist von dem Dichter durchgehends mit großer Naturwahrheit und mit meisterhaftem Pinsel gezeichnet. Um dem Schein von Widersprüchen zu begegnen (vgl. Anm. zu V. 861), bemerke ich hier ein für allemal, daß der Charakter des weiten Steppenlandes, das sich vom Fuße der Karpaten bis in das Innere von Asien erstreckt, ein sehr wechselnder ist. Die Strecke vom Don bis zu den Donaumündungen wird die gute Steppe genannt. Hier bedeckt die schwarze Ackerkrume den größten Teil des Bodens; aber Sträucher und Gebüsche kommen auch hier nur an den Ufern der Flüsse vor, weil dicht unter der Humusdecke eine Schicht Muschelkalk lagert, die jeden Baum, sobald seine Wurzeln dorthin gelangen, absterben macht. [przypis tłumacza]

Salz — Rußland bezieht sein eigenes Salz aus den großen Salzseen der Wolga-Steppen, aus den Limans Beßarabiens und der Krim. Das pontische Salz wird in großen Fässern auf mit Ochsen bespannten Wagen (maża) in das Innere des Landes verführt. Die Kosaken pflegen ihre Wagen nicht zu schmieren, u. z. aus dem eigentümlichen Grunde, um, wie sie sagen, nicht für Diebe gehalten zu werden. (S. M. Czaykowski powieści kosackie.) [przypis tłumacza]

Sattelsitz — Der Kosakensattel (kula, eigentl. Sattelknopf) besteht aus einem weichen, runden Kissen sammt Steigbügeln, das hoch empor gepolstert ist, weil der Kosak alle seine Beute, Kleider etc. darunter verwahrt, daher wird der Sitz des Kosaken zu Pferde viel höher als im gewöhnlichen Sattel. [przypis tłumacza]

Schleier — im Original: den Boden der Zukunft. Es schien mir dieser Ausdruck zu ungewöhnlich, weshalb ich ihn mit vorstehendem Bilde vertauscht habe. [przypis tłumacza]

Schluchten — Eine eigentümliche Erscheinung der Steppe sind die Regenschluchten, die das Regenwasser im Laufe der Zeiten auf seinem Wege zu irgend einem Flusse ausgehöhlt hat. (Siehe V. 31.) Kohl. [przypis tłumacza]

Schlünden — In Rußland finden sich fast in jedem kleinen Dorfe des Steppengebiets Quellen oder Brunnen, die für bodenlos tief gehalten werden, zugleich ist jeder dieser Abgründe durch irgend eine anßerordentliche Sage berühmt und wird nach dem Glauben der Leute zu Zeiten von Geistern bewacht. (Malczewski) [przypis tłumacza]

Schreinjaszczur, Schuppentier, Eidechse, steht wohl hier statt jaszczurowy pokrowiec also ein Futteral mit jaszczur-Haut überzogen. Eines solchen erwähnt Czaykowski (pow. kos. pag. 183), das als Überzug eines goldenen Bechers diente. [przypis tłumacza]

Speis — Wem das Bild nicht richtig scheint, der möge mit dem Dichter hadern! [przypis tłumacza]

Steppensöhne — D. i. Kosak und sein Pferd. Ebenso Vers 18 und 19. D. i. Kosak und sein Pferd. Ebenso Vers 18 und 19. [przypis tłumacza]

sumak — eine Gattung außerordentlich schneller und leichtfüßiger Gazellen, findet sich bloß auf den großen Steppen der Ukraine (Czayk. pow. kos.). Es kann dies wohl keine andere sein, als Antilope Saiga, die vom östlichen Polen bis nach Asien herdenweise oft zu Tausenden die Steppe bewohnt. [przypis tłumacza]

Text — Noch heute hört der Kleinrusse, der sich vom Großrussen wesentlich unterscheidet, nichts lieber, als die Gesänge von den Taten und der Freiheit seiner Väter. (Kohl.) [przypis tłumacza]

ukrain'scher — Die Ukraine erstreckt sich im weiteren Sinne zu beiden Seiten des Dniepr von SW nach NO in einer Länge von 70 und einer Breite von 20-30 Meilen. Sie war vom 16.-18. Jahrhundert der Zankapfel zwischen Polen, Russen und Türken. Nachdem sich ein Teil ihrer Bewohner an Rußland angeschlossen, wurden diese nun Grenzwächter der Moskowiter gegen das polnische Klein-Rußland wie gegen die Türkei, und in Moskau nannte man sie deshalb u kraina, d. i. die an der Grenze. Die Ukraine erstreckt sich im weiteren Sinne zu beiden Seiten des Dniepr von SW nach NO in einer Länge von 70 und einer Breite von 20-30 Meilen. Sie war vom 16.-18. Jahrhundert der Zankapfel zwischen Polen, Russen und Türken. Nachdem sich ein Teil ihrer Bewohner an Rußland angeschlossen, wurden diese nun Grenzwächter der Moskowiter gegen das polnische Klein-Rußland wie gegen die Türkei, und in Moskau nannte man sie deshalb u kraina, d. i. die an der Grenze. [przypis tłumacza]

umzogen — eigentlich verdeckt, ich erinnere hiebei an das Goethe'sche Epigramm: «Diese Gondel vergleich ich der sanft einschaukelnden Wiege,/ Und das Kästchen darauf scheint ein geräumiger Sarg.» [przypis tłumacza]

Vampir — poln. upior, Blut- oder Menschensauger, ein gespenstisches Gebilde des Volksaberglaubens, wonach ein Verstorbener aus dem Grabe aufsteht, die Menschen im Schlafe überfällt und ihnen das Blut aussaugt. Schon bei den Alten findet sich dieser Glaube und ist noch heute in vielen europäischen Ländern, wie in Serbien, Ungarn, Schottland u. a. verbreitet. Vor ganz kurzer Zeit kam in einem Dorfe Galiziens ein Fall vor, welcher beweist, wie tief derselbe noch im Volke wurzelt. Auch wurde er von Byron zu einem Gedicht, von Marschner zu einer Oper benützt. poln. upior, Blut- oder Menschensauger, ein gespenstisches Gebilde des Volksaberglaubens, wonach ein Verstorbener aus dem Grabe aufsteht, die Menschen im Schlafe überfällt und ihnen das Blut aussaugt. Schon bei den Alten findet sich dieser Glaube und ist noch heute in vielen europäischen Ländern, wie in Serbien, Ungarn, Schottland u. a. verbreitet. Vor ganz kurzer Zeit kam in einem Dorfe Galiziens ein Fall vor, welcher beweist, wie tief derselbe noch im Volke wurzelt. Auch wurde er von Byron zu einem Gedicht, von Marschner zu einer Oper benützt. [przypis tłumacza]

Vogel — Zahllose Tiere, besonders Vögel, beleben die unermeßliche, einförmige Steppe. Geier und Adler schweben hoch in den Lüften und umkreisen den Wanderer. (Kohl.) [przypis tłumacza]

Weiber — Vermutlich sind hier alte Mütterchen, «kluge Frauen« gemeint, die sich mit Quaksalberei beschäftigten und deren Hilfe auch jetzt noch vom abergläubischen Volke mehr oder weniger in Anspruch genommen wird. [przypis tłumacza]

Wiara — (eigentlich: der Glaube, die christliche Religion) ist ein vielfach gebrauchter Anruf an eine Menge Volkes, besonders Soldaten, von derselben Kraft, wie der des Cäsar: Quirites! Er hat eine religiöse Färbung, und hängt mit dem Glauben zusammen, daß es Polens Bestimmung sei, das Christentum gegen das heidnische Morgenland zu verteidigen. (Vergl. V. 973, 1017, ferner den Pan Tadeusz von Mickiewicz zu Ende des dritten Buches). — Towarzystwo: schwer gerüstete, aus polnischem Adel bestehende, pancerni: leicht gerüstete Kürassiere. [przypis tłumacza]

Wildnis — Nirgends in Europa wächst das Pferd wohl in einem natürlicheren Zustand auf, als auf der Steppe. Jeder große Steppenbesitzer hält eine Zuchtherde von Pferden, die auf seinem Gebiete nomadisieren. Eine solche Herde heißt Tabun und zählt oft gegen tausend Köpfe. Es ist eine Lust diese Kinder der Natur auf der unermeßlichen grauen Fläche ihr soziales Leben führen zu sehen, das fast ganz ihrer Selbstbestimmung überlassen bleibt. (Kohl.) [przypis tłumacza]

Windesbraut — Gebirgsketten dienen dem flachen Lande als schützender Mantel, solche hat aber die pontische Steppe nicht, daher braust hier der N– und NO-Wind mit seiner ganzen entfesselten Macht. Gebirgsketten dienen dem flachen Lande als schützender Mantel, solche hat aber die pontische Steppe nicht, daher braust hier der N– und NO-Wind mit seiner ganzen entfesselten Macht. [przypis tłumacza]

Zweiter Gesang — Der zweite Gesang wird durch ein Zwiegespräch zwischen einem Knäblein und dem alten Diener des Kronschwertträgers eingeleitet. Dieses Knäblein, das hier plötzlich auftaucht und nachdem es seine Mission vollendet, mit Waclaw verschwindet (V. 1425), ist eines jener phantastisch-mystischen Wesen, wie sie bei phantasiereichen Dichtern nicht selten vorkommen. Es erinnert unwillkürlich an Goethes Mignon, und ist doch in den meisten Beziehungen ihre Kehrseite. Unverkennbar hat der Dichter ihm viele seiner eigenen Züge geliehen. [przypis tłumacza]

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